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Deprogrammierung

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Deprogrammierung ist eine Form der Entmanipulation. Sie geht zurück auf Ted Patrick, der nach einer Erfahrung, wo versucht wurde, seinen Sohn in eine Sekte zu bringen, sich dazu entschlossen hat, Sektenmitgliedern zu helfen, aus den Sekten auszusteigen[1]. Die von ihm entwickelte Technik eignet sich aber auch, um Menschen, die in anderen Kontexten manipuliert wurden, wieder zu entmanipulieren. Die Stärke dieser Art der Deprogrammierung ist der Umgang mit Individuen, die auf bestimmte Versuche der Entmanipulation vom Manipulateur vorbereitet worden sind und reflexhaft antworten. Ted Patrick war aufgefallen, dass Menschen, die von Dogmatik eingenommen sind, ein Antwortverhalten haben, das mit einer kaputten Schallplatte verglichen werden kann, wo sie um das Thema herumtanzen und immer wieder bei denselben, eigentlich widerlegten Punkten ankommen.[2]

Durchführung

Im Grunde ist der Ansatz dieser Technik simpel: der Deprogrammierer nimmt sich in eigenen Behauptungen zurück und stellt stattdessen sehr viele Fragen. Dabei benutzt er ausschließlich Fragen, von denen er nicht wüsste, dass der Manipulierte auf diese Fragen vorbereitet wurde - bspw. mit einer bestimmten Antwort oder einer bestimmten Interpretation dessen, wie diese Frage von anderen Menschen angeblich zu verstehen sei. Idealerweise stellt der Deprogrammierer Fragen, die sehr wahrscheinlich nicht von dem Manipulateur vorhergesehen werden konnten. Durch das wiederholte Stellen solcher unvorhergesehener Fragen kann der Manipulierte häufig erst überhaupt beginnen, bezüglich des betreffenden Themas selbstständig zu denken und neue Schlüsse zu ziehen.[3]

Siehe auch

Manipulation

Entmanipulation

Medienkompetenz

Einzelnachweise